Ärzte Zeitung, 30.11.2012

Sachsen

Unzureichender Epidemien-Schutz?

DRESDEN. Die Sächsische Landesärztekammer fürchtet, dass im Freistaat "die Absicherung antiepidemischer Maßnahmen durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst" künftig "nicht mehr gewährleistet" sein könnte.

Grund sind Änderungen beim Probentransport im gesundheitlichen Verbraucherschutz. Es wird darüber diskutiert, die Abholstellen auf eine pro Landkreis zu reduzieren und auch die Frequenz der Abholungen zu verringern.

Die Kammer forderte bei ihrer jüngsten Versammlung in Dresden das Sächsische Sozialministerium auf, "das bisherige System wiederherzustellen". Nur so könne "die Arbeitsfähigkeit der Landesuntersuchungsanstalt gewährleistet werden".

Die Kammer lehnt es zudem ab, die Transporte aus den Landkreisen künftig nicht mehr unentgeltlich durchzuführen, sondern die Landkreise mit diesen Kosten zu belasten. (tt)

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