Ärzte Zeitung, 09.01.2013

2011

Kassen gaben weniger für Prävention aus

Etwa 3,80 Euro zahlten die Krankenkassen im Jahr 2011 pro Versicherten für Prävention. Knapp 50 Cent weniger als noch im Jahr zuvor.

BERLIN. Die Krankenkassen haben im Jahr 2011 insgesamt rund 270 Millionen Euro für die Prävention ausgegeben - pro Versicherten etwa 3,87 Euro.

Das geht aus dem Präventionsbericht 2012 des GKV-Spitzenverbandes und des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) hervor.

Der vom Gesetzgeber vorgeschriebene Richtwert liegt bei 2,86 Euro. Im Jahr 2010 hatten die Kassen laut GKV-Spitzenverband allerdings noch 4,33 Euro, pro Versicherten investiert - insgesamt knapp 300 Millionen Euro.

Das Engagement für die betriebliche Gesundheitsförderung sei hingegen verstärkt worden: Rund 6800 Betriebe - fünf Prozent mehr als im Vorjahr - haben die Kassen laut Bericht erreicht.

Gernot Kiefer, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes, betonte: Die gesetzlichen Krankenkassen konzentrierten sich damit schon heute auf das, was der Bundesgesundheitsminister in den Eckpunkten zur Nationalen Präventionsstrategie jetzt fordert - nämlich intensiv die betriebliche Gesundheitsförderung und Maßnahmen in Lebenswelten vor Ort zu fördern.

Gesundheitsförderung sei nur dann sinnvoll, wenn sie die Menschen auf möglichst vielen verschiedenen Wegen erreiche.

Dem Präventionsbericht zufolge verursachten psychische Erkrankungen rund zehn Prozent aller Krankheitstage in deutschen Unternehmen. Seit Jahren seien sie die Hauptursache für krankheitsbedingte Frühverrentungen (sun)

Weitere Beiträge zur Serie:
"Ausblick 2013"
Teil 9: Harninkontinenz



Teil 8: Pflege




Teil 7: Hygiene in der Praxis



Teil 6: Schmerzen




Teil 5: Demenz



Teil 4: COPD



Teil 3: Sexualität



Teil 2: Prävention


Teil 1: Unisex-Tarife








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