Ärzte Zeitung online, 21.09.2015

Aids-Hilfe

Prostitutionsgesetz erntet Kritik von Organisationen

BERLIN. Das geplante Gesetz zum Schutz von Prostituierten vor Ausbeutung und Fremdbestimmung wird nach Ansicht von Beratungsorganisationen eher schaden als schützen. Oberstes Ziel müsse die Stärkung der Rechte von Prostituierten sein, betonten Aids-Hilfe, Frauenrat und Diakonie.

Mit dem Gesetz würden sie aber überwacht und gesellschaftlich stigmatisiert. Die Regierung will Prostituierte verpflichten, sich regelmäßig bei Behörden zu melden undvom Gesundheitsamt beraten zu lassen. Außerdem ist eine Kondompflicht geplant.

Vor allem die Anmeldepflicht wird kritisiert. Sie werde dazu führen, dass viele Frauen illegal arbeiteten, betonten die Organisationen. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Schelte für die SPD und die Bürgerversicherung

Bei der Eröffnung des 120. Deutschen Ärztetags nahm BÄK-Präsident Montgomery die Gerechtigkeitskampagne der SPD ins Visier. Lob gab es hingegen für Gesundheitsminister Gröhe. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »