Ärzte Zeitung, 18.03.2016

Neue Vorsorgen

BVKJ will 50 Euro Honorar

WEIMAR. Im Juli dieses Jahres sollen die neuen Kinderrichtlinien in Kraft treten. Während die Inhalte der geplanten neuen Vorsorgen nun weitgehend festgezurrt sind, hält das Gerangel um die Zahl der von den gesetzlichen Krankenkassen finanzierten neuen Vorsorgen und deren Honorierung weiter an.

Auf diese Entwicklungen hat Dr. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) beim Bundeskongress für Jugendmedizin in Weimar hingewiesen.

Der BVKJ beharrt dabei auf der gesetzlichen Verankerung von drei neuen Vorsorgen, wie sie in Selektivverträgen seit Jahren erprobt worden sind. Für diese neuen Vorsorgen U 10 (7 bis 8 Jahre), U 11 (9 bis 10 Jahre) und J 2 (16 bis 17 Jahre) erhielten die Pädiater bisher ein Honorar zwischen 50 und 55 Euro.

Nach Ansicht Fischbachs sollten alle drei Vorsorgen ins GKV-System übernommen werden. Der Berufsverband befürchtet aber, dass der Gemeinsame Bundesausschuss diesem Wunsch nicht nachkommen wird und auch bei der Honorierung Abstriche durchboxen möchte.

Da die neuen Vorsorgen aber umfangreicher als die alten U 1 bis U 9 sein werden und damit auch - etwa für die primäre Prävention - mehr Zeit und Kompetenzen beanspruchen, hält Fischbach ein Honorar von 50 Euro pro Vorsorge für angemessen. Bedauerlich sei es, dass die neuen Kinderrichtlinien die Früherkennung von psychosozialen Problemen nicht umfassen werden. Dies hatte der BVKJ immer wieder eingefordert. (ras)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Vier von zehn Diabetes-Fälle ließen sich verhindern

Durch Abspecken von drei bis sechs Kilo in der Bevölkerung ließen sich 40 Prozent der Diabetesfälle verhindern. mehr »

Lücken in der Hausarztmedizin wachsen

Gegenläufige Trends kennzeichnen die Bundesärztestatistik für 2016: Die Zahl der Ärzte erreicht ein neues Rekordhoch. Doch der Zuzug ausländischer Ärzte kompensiert die Probleme der Überalterung kaum. mehr »

Früherkennung mit einem Atemzug

Ein neuer Test zur Früherkennung von Lungenkrebs misst kleinste Veränderungen in der Zusammensetzung der Atemluft. Das von Forschern des Max-Planck-Instituts entwickelte Verfahren könnte das Diagnoseverfahren vereinfachen. mehr »