Ärzte Zeitung App, 28.10.2014

Kommentar zur HzV-Prognose

Problem Pluralität

Von Raimund Schmid

Darauf kann der Hausärzteverband stolz sein: So wie es aussieht, wird sich die hausarztzentrierte Versorgung (HzV) zunehmend - von einigen weißen Flecken in den neuen Bundesländern abgesehen - bundesweit zu einer echten Alternative zum Kollektivvertrag mausern. Und manche Leistung aus der HzV wie der Einsatz der Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis (Verah) wird sogar in die Regelversorgung implementiert.

Doch mit den Erfolgen kommen auch neue Probleme auf den Hausärzteverband zu. Inzwischen existiert eine solche Vilefalt von Selektivverträgen mit verschiedenen Kassen, dass mancher Hausarzt den Überblick verliert. Dieser Umstand wird die Einschreibequote gerade bei den eher skeptischen Ärzten nicht erhöhen.

Das Problem kumuliert sich vor allem bei kooperativen Praxisformen. Da sich nur der einzelne Arzt und nicht die Praxis als Betriebsstätte in den Vertrag einschreiben kann, müssen in einer Gemeinschaftspraxis mit drei Ärzten mitunter über 20 unterschiedliche Selektivverträge verwaltet werden. Da wird dann selbst die schlanke Bierdeckelabrechnung recht komplex.

Das sind die Vertragspolitiker gefragt, einen vernünftigen Mittelweg zwischen Vielfalt und schlanker Bürokratie zu finden.

Lesen Sie dazu auch:
Verbandsprognose: Hausarztverträge werden zweite Regelversorgung

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »