Ärzte Zeitung, 30.03.2011

Kammer Hessen ist gegen BÄK-Konzept zur Sterbehilfe

FRANKFURT/MAIN (ine). Gegen die geänderten Grundsätze der Bundesärztekammer zur Sterbebegleitung haben sich die Delegierten der Landesärztekammer Hessen ausgesprochen.

"Die Mitwirkung des Arztes bei der Selbsttötung ist keine ärztliche Aufgabe", heißt es in einer Mitteilung. Dies sei mit ethischen Grundsätzen nicht vereinbar.

Begründung: Die Formulierung der BÄK, wonach die Mitwirkung des Arztes beim Suizid keine ärztliche Aufgabe sei, impliziere, dass die Mitwirkung eine private und individuelle Aufgabe sein könne.

Außerdem sei es ein Unterschied, ob Ärzte ihre Patienten am Ende des Lebens begleiten, behandeln und trösten oder ob sie ihnen zu einem selbst herbeigeführten Tod verhelfen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »