Ärzte Zeitung, 01.05.2012

Wird nur gewerbsmäßige Sterbehilfe verboten?

BERLIN (fst). Das Bundesjustizministerium hat einen Referentenentwurf vorgelegt, nach dem "gewerbsmäßige" Suizidbeihilfe mit bis zu drei Jahren Haft oder Geldstrafe belangt werden kann.

Dazu soll Paragraf 217 Strafgesetzbuch entsprechend geändert werden. Damit zielt der Entwurf auf Sterbehilfeorganisationen, die sich durch "wiederholte Tatbegehung" der Suizidbeihilfe eine "fortlaufende Einnahmequelle" verschaffen.

Nicht strafwürdig wäre dagegen etwa die Hilfe bei der Selbsttötung in der Familie oder die Suizidbeihilfe durch Ärzte. Bayern fordert dagegen, jede Form organisierter Sterbehilfe zu bestrafen.

Die bayerische Justizministerin Beate Merk hat ein umfassendes Verbot gefordert, weil entsprechende Organisationen leicht ihr Ziel, Gewinne zu erzielen, verschleiern könnten.

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Top-Meldungen

Mangelernährt in deutschen Kliniken

Es ist ein vernachlässigtes Thema: Kranke Menschen in deutschen Kliniken sind oft mangelernährt. Seltsamerweise wird das kaum wahrgenommen. mehr »

Mit Brustkrebs-Screening kein Überlebensvorteil

Haben Frauen mit Brustkrebs, der beim Mammografie-Screening diagnostiziert worden ist, einen Überlebensvorteil gegenüber Frauen mit symptomatischen Tumoren haben? Laut einer Studie nicht. mehr »

Stuttgarter Gericht greift Rechtsprechung an

Patienten müssen ihre Ärzte von der Schweigepflicht entbinden, wenn sie sich Lohnfortzahlung auch über sechs Wochen hinaus sichern wollen. Das Landesarbeitsgericht Stuttgart greift diese elf Jahre alte Rechtsprechung nun an. mehr »