Ärzte Zeitung, 12.03.2014

Prozess

Arzt wegen Sterbehilfe für seinen Vater angeklagt

ULM. Sie sollen dem todkranken Vater aktive Sterbehilfe geleistet haben - nun müssen sich ein 44 Jahre alter Mediziner und seine Mutter dafür vor Gericht verantworten.

Das Ulmer Landgericht habe die Anklage drei Jahre lang geprüft und nun zugelassen, teilte ein Sprecher vor Kurzem mit.

Der Arzt soll Anfang 2008 gemeinsam mit seiner Mutter beschlossen haben, seinem Vater beim Sterben zu helfen. Der Anklage zufolge drehten sie in der Ulmer Uniklinik eine Morphin-Infusion voll auf. Der 69-Jährige sei durch die Überdosis innerhalb kürzester Zeit gestorben.

Für den Prozess sind 13 Verhandlungstage bis Ende Juni angesetzt. Der Auftakt ist am 12. März. Den Angeklagten droht bis zu fünf Jahre Haft. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »