Ärzte Zeitung online, 17.03.2015

Montgomery

Daumen hoch für geplantes Palliativgesetz

Um die Hospiz und Palliativversorgung in Deutschland zu verbessern, bereitet die Bundesregierung ein Gesetz vor. Die Bundesärztekammer begrüßt die Pläne.

BERLIN. Die Bundesregierung plant nach Auskünften von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe ein Hospiz- und Palliativgesetz. Damit stößt sie bei der Bundesärztekammer (BÄK) auf offene Türen.

"Der Ausbau palliativmedizinischer Angebote ist richtig und wichtig und wäre vor dem Hintergrund der aktuellen Sterbehilfe-Debatte ein wichtiges Signal", sagte BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery in einer am Dienstag versendeten Mitteilung. "Denn die Erfahrung zeigt: Schwerkranke Menschen kommen von ihrem Sterbewunsch ab, wenn sie sich geborgen und gut versorgt fühlen."

Mehr Forschung und solide Finanzierung gefordert

Montgomery forderte mehr ambulante und stationäre palliativmedizinische Versorgungsstrukturen. "Wir brauchen eine Verbesserung der medizinischen, ethischen und rechtlichen Rahmenbedingungen", so der BÄK-Chef.

Wichtig seien auch eine intensivere Forschung sowie eine solide Finanzierung. "Leider hat die Politik hier viel Zeit verstreichen lassen. Umso wichtiger ist es, dass ein solches Gesetz jetzt zügig umgesetzt wird", erklärte Montgomery. (ths)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »