Ärzte Zeitung, 17.04.2015

Palliativverband

"Hospize sind keine Orte der Sterbehilfe"

BERLIN. Kritisch hat der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) auf die Stellungnahme von Strafrechtsexperten zur Sterbehilfediskussion reagiert. Das Papier, in dem vor einer Strafbarkeit des assistierten Suizids gewarnt wird, wurde von über 140 Strafrechtslehrern unterzeichnet. "Die Formulierung, in Hospizen und Palliativstationen werde tagtäglich organisiert Sterbehilfe geleistet, sorgt in der gegenwärtigen Debatte für große Verunsicherung bei den Betroffenen", sagte Professor Winfried Hardinghaus, DHPV-Vorsitzender. Hospize und Palliativstationen stünden für Sterbebegleitung, nicht für Sterbehilfe. Der DHPV warnte davor, die Diskussion auf strafrechtliche Aspekte zu reduzieren. Die Debatte müsse auch weiter auf politischer und gesellschaftlicher Ebene geführt werden. (fst)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Wenn das Hobby auf die Lunge schlägt

Bei unklaren Lungenschäden müssen die Ursachen auch in ungewöhnlichen Freizeitaktivitäten gesucht werden. Frühzeitig erkannt haben die Erkrankungen eine gute Prognose. mehr »

Sperren sich Kassen zu oft gegen Eingriffe

Chirurgen kritisieren Krankenkassen für eine "willkürliche und inhumane Behandlung von Patienten mit morbider Adipositas". mehr »

Patientenakte wird zum Herzstück der Digitalisierung

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe will bei der Digitalisierung weiter aufs Tempo drücken. Die elektronische Patientenakte wird dabei zum Motor der Vernetzung. mehr »