Ärzte Zeitung, 07.03.2012

SAPV-Team will mehr Patienten erreichen

Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung ist in der Region um Potsdam gut etabliert und will sich besser vernetzen.

Von Angela Mißlbeck

POTSDAM. In Potsdam und Umgebung funktioniert die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) gut. Es gibt aber noch Potenzial, die Leistungen zu erweitern.

Zu diesem Ergebnis kommen die leitenden und koordinierenden Ärzte im Palliativ Team Potsdam und Umland nach einem Jahr SAPV-Angebot. Mehr als 100 Patienten, vor allem Krebskranke, sind den Angaben zufolge im ersten Jahr im Rahmen der SAPV betreut worden.

Fast allen habe das Team den letzten Lebensweg im häuslichen Milieu ermöglichen können. "Wir sind stolz auf die erfolgreiche Arbeit, die aber nur auf der Basis einer breiten Unterstützung möglich war. Nun müssen wir uns darauf konzentrieren, noch mehr Menschen mit unserem Angebot zu erreichen", sagt der Team-Koordinator Dr. Knud Gastmeier.

Die Ziele für die Zukunft stehen fest: Das Team will weiter wachsen und sich stärker mit anderen Partnern vernetzen, "um die Betreuung der Patienten in der Region weiter zu verbessern", so der Anästhesist und Schmerztherapeut Gastmeier.

Die medizinische Leiterin des Teams Astrid Tributh zeigt sich überzeugt, dass durch SAPV Krankenhauseinweisungen vermieden werden können. Davon profitierten nicht nur der Patient und seine Angehörigen, sondern auch die Kassen.

"Mit einer geeigneten palliativmedizinischen Behandlung und Schmerztherapie kann den Patienten oft eine Krankenhauseinweisung erspart werden", so die Allgemeinärztin Tributh. Starke Schmerzen und andere Symptome seien ambulant gut zu behandeln.

Ab Mittwoch stellt das Palliativ-Team Informationen auch im Internet zur Verfügung.

www.sapv-team.de

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