Ärzte Zeitung, 18.11.2013

NRW

Verbände sehen Defizite bei Psycho-Versorgung

KÖLN. In Nordrhein-Westfalen gibt es deutliche Defizite in der ambulanten Versorgung psychisch kranker Menschen, kritisieren Wohlfahrtsverbände. Allein in der Soziotherapie fehlten 5000 Angebote.

"Soziotherapie ist medizinisch sinnvoll, politisch gewollt und seit zehn Jahren auch gesetzlich geregelt", sagt Hermann Zaum, Vorsitzender der Freien Wohlfahrtspflege NRW.

Doch was in anderen Bundesländern funktioniere, bereite NRW offensichtlich Probleme. "Hier liegt der Ball bei den Krankenkassen", betont er. Sie müssten die entsprechenden Angebote freier Träger genehmigen und finanzieren.

Auch die Versorgung mit Psychotherapie und ambulanter Reha für psychisch Kranke halten die Wohlfahrtsverbände für unzureichend. Fehlende Therapieplätze drängen die Betroffenen in die medikamentöse Behandlung, sagt Zaum.

"Mit ambulanten Angeboten hingegen könnten für die Betroffenen mitunter fatale und für die Gesellschaft teure Klinikaufenthalte verhindert werden." (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »