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Krebspatienten

Infoquelle Internet immer wichtiger

Jüngere Angehörige helfen älteren Krebspatienten: Die Internet-Recherche gewinnt an Bedeutung.

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KÖLN. Wenn Patienten aus onkologischen Schwerpunktpraxen im Internet recherchieren, dann informieren sie sich vor allem über Behandlungsmöglichkeiten. Die Suche nach Spezialisten oder der Austausch mit anderen Krebspatienten spielen eine geringere Rolle.

Das zeigt eine Patientenbefragung in Praxen vom Herbst 2014, an der sich 201 niedergelassene Hämatologen und Onkologen aus 86 Schwerpunktpraxen beteiligt hatten. Einbezogen waren die Angaben von mehr als 9600 Patienten.

In der noch nicht veröffentlichten Patientenbefragung 2015 hat das Wissenschaftliche Institut der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen (WINHO) einen besonderen Fokus auf die Situation von Patienten mit Migrationshintergrund in den onkologischen Praxen gerichtet.

Regelmäßige Patientenbefragungen sind Teil der WINHO-Qualitätsberichterstattung. Neben Fragen zur Praxisorganisation und -struktur sowie der Zufriedenheit mit dem Arzt und dem Praxispersonal widmen sich die Wissenschaftler dabei jeweils einem Schwerpunkt. 2014 war das die Internetnutzung der Patienten.

Nach der Auswertung nutzen 45 Prozent der Patienten häufig bis täglich das Internet. Von ihnen gaben wiederum 45 Prozent an, sich selbst im Netz über ihre Erkrankung zu informieren. Bei 24 Prozent übernehmen Angehörige diese Aufgabe.

Die aktive Suche nach erkrankungsrelevanten Informationen ist vor allem bei Patienten unter 65 Jahren ausgeprägt. Die Jüngeren verlassen sich dagegen seltener auf Dritte.

Nach Angaben des WINHO unterscheiden sich die Internetnutzer bei der Bewertung der Arzt-Patienten-Kommunikation nicht sehr von den Nichtnutzern. Sie sind allerdings in einigen Punkten etwas kritischer.

Am größten sind die Unterschiede - allerdings auf einem insgesamt hohen Zufriedenheitsniveau - mit Blick auf die Erläuterungen der Ergebnisse der Tumorkonferenz. (iss)

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