Ärzte Zeitung, 30.10.2008

Erste Korrekturen: Punktwert wird leicht abgesenkt

KBV und Kassen einig: 3,5001 statt 3,5058 Cent

NEU-ISENBURG (juk). Die Finanzkrise hat indirekt auch Auswirkungen auf den Orientierungspunktwert. Er wird ab 2009 statt der ursprünglich beschlossenen 3,5058 Cent nur 3,5001 Cent betragen.

Darauf einigten sich KBV und Vertreter der Kassen im Erweiterten Bewertungsausschuss. Am Beispiel der Versichertenpauschale bedeutet das in Zahlen ausgedrückt, dass es für die 03112 (1020 Punkte) nicht 35,75 Euro, sondern 35,70 Euro geben wird.

Begründet wird die Absenkung des Orientierungspunktwerts in einem Protokoll, das der "Ärzte Zeitung" vorliegt, damit, dass "vor dem Hintergrund der Finanzkrise" der Anstieg der Grundlohnsumme im Jahr 2009 nur noch auf 1,41 statt 1,47 Prozent geschätzt wird. Zum anderen ist die Korrektur des Punktwerts auch dadurch bedingt, dass der Ausschuss außerbudgetäre Leistungen aufgewertet hat, teilweise höher, als im August-Beschluss vorgesehen. Das gilt besonders für Leistungen im organisierten Notdienst.

Wie berichtet, wurden in der Sitzung des Erweiterten Bewertungsausschusses auch Korrekturen bei der Honorarverteilung vorgenommen. Die KVen Nordrhein, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg erhalten Nachschläge. Der Beschluss muss durch das Bundesgesundheitsministerium noch geprüft werden, ehe er rechtskräftig wird.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund:
Extrabudgetäre Leistungen sorgen 2009 für Zuwachs beim Gesamthonorar

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »