Kommentar

Alternativen zur Umlage gesucht

Angela MisslbeckVon Angela Misslbeck Veröffentlicht:

Die Kassenärztlichen Vereinigungen in Berlin und in Brandenburg haben erneut ihre Verwaltungskostenumlagen gesenkt und sind damit im Ranking der 17 KVen um die niedrigste Umlage aufgerückt. Noch spricht das dafür, dass die beiden KVen vergleichsweise günstig wirtschaften. Doch die Umlagesätze büßen immer mehr von ihrer Aussagekraft über die Haushaltsführung einer KV ein.

Während die KVen in der Vergangenheit ein stets wachsendes Honorarvolumen umgewälzt haben, kündigt sich jetzt ein gegenläufiger Trend an. Die steigende Zahl von Selektivverträgen kann zu erheblichen Kürzungen der Gesamtvergütung führen, die von den KVen verwaltet wird. Das zeichnet sich zum Beispiel in Baden-Württemberg durch den Hausarztvertrag der AOK ab.

Der Verwaltungsaufwand geht dabei nicht in gleichem Maße zurück. Im Gegenteil: Auch weil KVen selbst immer mehr Sonder- und Selektivverträge verwalten, kann er sogar steigen. Daher stellt sich die Frage, ob ein pauschaler Verwaltungskostensatz in Zeiten wachsender Vertragsvielfalt noch das richtige Instrument ist. Allein: Der Weg von der Erkenntnis zur Umsetzung ist weit. In Baden-Württemberg haben die KV-Vertreter kürzlich das Modell einer differenzierten Umlage abgelehnt.

Lesen Sie dazu auch: Umlage sinkt in Brandenburg und in Berlin

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Porträt

Wie eine Gynäkologin ihre Krebserkrankung in einem Comic verarbeitet

Herzinfarkt-Prävention

Diabetes: Grippeimpfung schützt das Herz!

Lesetipps
Maske

© Porträt: BVKJ | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Mutter mit MS: Kind gegen MMR impfen?

Ein Mann zieht an einem riesigen Virus.

© freshidea / stock.adobe.com

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein