Ärzte Zeitung, 19.07.2012

Kommentar zum RLV

Interessante Ideen fürs Arzthonorar

Von Rebekka Höhl

Äußerst zaghaft gehen die KVen bislang mit ihrer neu gewonnenen Freiheit in Sachen Honorarverteilung um. Laut Gesetz hätten sie die Verteilungssystematik schon zu Jahresbeginn komplett umwälzen können.

RLV und QZV - die müsste es gar nicht mehr geben. Doch den großen Schritt haben bislang nur wenige gewagt. Etwa Rheinland-Pfalz, das wieder mit Individualbudgets arbeitet.

Eine abwartende Haltung, die aber gar nicht so verkehrt ist. Denn die Mittel, die es zu verteilen gibt, bleiben begrenzt - egal wie viel Spielraum die KVen letztlich bei der Honorarverteilung haben.

Deshalb ist es durchaus richtig, erst einmal zu prüfen, an welchen Stellschrauben der Honorarverteilung gedreht werden kann, ohne eine Fachgruppe oder einzelne Ärzte zu sehr zu benachteiligen.

Momentan sieht es - wenn elf KVen an der alten RLV-Systematik festhalten - zwar stark nach wenig Bewegung aus. Aber die KVen haben durchaus interessante Ideen.

Dass die ein oder andere Ärztevertretung etwa versucht, die Morbidität besser abzubilden und Fallwerte nach Altersgruppen der Patienten zu bilden, kommt der Versorgungsrealität in den Hausarztpraxen schon näher. Von solchen Honorarideen braucht es künftig noch mehr.

Lesen Sie dazu auch den Bericht:
RLV: Schluss mit dem Aufwärtstrend

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