Ärzte Zeitung online, 24.10.2013

Psychotherapie

Petition will mehr Geld für Erstgespräche

Mit einer Petition an die Bundesregierung will ein Arzt eine höhere Vergütung des psychotherapeutischen Erstgesprächs erreichen.

KÖLN. Der Kölner Arzt und Psychotherapeut Dr. Herbert Mück kritisiert, dass Psychotherapeuten seit einigen Jahren bei gesetzlich Versicherten für probatorische Sitzungen deutlich weniger Geld bekommen als für Therapiesitzungen.

Anfang September hat er eine Petition gestartet, um darauf aufmerksam zu machen. Inzwischen haben mehr als 1000 Menschen die Petition unterzeichnet.

"Die deutlich schlechtere Bezahlung ist einer der Hauptgründe, warum viele Menschen monatelang auf ein Erstgespräch warten müssen", begründet Mück seine Initiative. Außerdem könnten Therapeuten deshalb in Versuchung geraten, Patienten länger als nötig in Therapie zu belassen.

"Das ist ein systematischer ökonomischer Fehlanreiz." Therapeuten könnten für ein Erstgespräch etwa 62 Euro abrechnen - gegenüber rund 82 Euro für ebenso lange Therapiesitzungen. Mück fordert, dass Erstgespräche mindestens gleich gut bezahlt werden, optimaler Weise sogar etwas besser.

"Dann wäre es mit den langen Wartezeiten vorbei." Schon Erstgespräche können bei psychischen Problemen Entlastung bringen, wirbt Mück. (tau)

Der direkte Link zu der Petition "Rasche Verbesserung der psycho-therapeutischen Versorgung durch höher vergütete 'Erstgespräche'": http://goo.gl/LONT6V

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