Ärzte Zeitung App, 20.01.2014

Honorar

Drei Prozent plus für Hamburger Ärzte

KV Hamburg und die Kassen haben sich geeinigt: Das Honorar der Hamburger Ärzte steigt um drei Prozent.

Drei Prozent plus für Hamburger Ärzte

Mehr Geld für Hamburgs Ärzte.

© Gina Sanders / fotolia.com

HAMBURG. Hamburgs Ärzte und Psychotherapeuten bekommen mehr Geld: KV und Kassen einigten sich auf eine Anhebung der Gesamtvergütung um drei Prozent. Hauptsächlich Grundversorger sollen profitieren.

Mit der Steigerung berücksichtigt die Selbstverwaltung die allgemeinen Kostensteigerungen in den Praxen, die gestiegene Krankheitslast und stellt zusätzliches Geld für die Grundversorgung bereit.

Diesen Posten bezifferten KV und Krankenkassen auf rund drei Millionen Euro. Die absolute Höhe der Gesamtsteigerung wurde nicht bekannt gegeben, weil das Jahr 2013 erst im April abgerechnet sein wird.

"In den vergangenen Jahren haben insbesondere hoch spezialisierte Arztgruppen von Honorarsteigerungen profitiert. Daher war es wichtig, dass nun auch Ärzte finanziell gestärkt werden, die sich vor allem der Grundversorgung widmen", sagte Hamburgs Vdek-Chefin Kathrin Herbst.

Plassmann: "Können zufrieden sein"

Laut KV-Chef Walter Plassmann war aufgrund der Bundesvorgaben der Verhandlungsspielraum gering. "Daran gemessen können wir zufrieden sein." Im Verhandlungsergebnis sind enthalten:

- Dringende Hausbesuche werden künftig zu jeder Tageszeit in voller Höhe außerhalb des Budgets vergütet. Dies galt bislang noch nicht während der Praxissprechzeiten.

- Nach KV-Angaben können damit nun auch die Gebührenordnungsziffern 01411 und 01412 voll außerhalb des Budgets abgerechnet werden.

- Für Hyposensibilisierungen erhalten Ärzte künftig einen Bonus, wenn Patienten diese nicht vorzeitig beenden. Bislang brechen viele Patienten die zum Teil sich über Jahre streckenden Therapien ab und erreichen damit nicht das angestrebte Ziel.

Verhandlungen dauerten zwei Monate

Für die aktuelle Vereinbarung haben Kassen und KV nur zwei Monate verhandelt, nachdem sie im vergangenen Jahr erst nach mehreren Protestveranstaltungen im Schiedsamt zu einem Ergebnis gekommen waren.

Die Stärkung der Grundversorgung war wie berichtet besonders von den Hausärzten in der Vergangenheit immer wieder gefordert worden. Erst in der jüngsten Vertreterversammlung war es zu dieser Frage zu einem Dissens gekommen. (di)

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