Ärzte Zeitung, 28.04.2014

Neuer Hausarzt-EBM

Wenige Verlierer in Berlin

BERLIN. Das erste Quartal mit dem neuen Hausarzt-EBM hat in Berlin nicht zu großen Verwerfungen geführt. Bei einem Honorarplus von 16,45 Prozent im Vergleich zum vierten Quartal 2012 gab es in der Hauptstadt nur wenige Verlierer.

Das Honorar wuchs nach Angaben von Dr. Uwe Kraffel, dem stellvertretenden Vorsitzenden der KV Berlin, bei den Fachärzten um 11,6 Prozent, bei den Hausärzten um 21,6 Prozent.

Der Zuwachs bei den Hausärzten ging laut Kraffel vor allem auf ein höheres Volumen in der Morbiditätsorientierten Gesamtvergütung zurück. 2066 von 2711 bei der vorläufigen Berechnung berücksichtigten Hausärzten hatten den Angaben zufolge einen Honorarzuwachs von mindestens zehn Prozent.

Darunter waren 1483 Hausärzte mit einem Plus von über 21 Prozent. Honorarverluste von mehr als zehn Prozent verzeichneten der Berechnung zufolge dagegen insgesamt 192 Hausärzte. Davon waren 151 von einem Rückgang um mehr als 15 Prozent betroffen, 77 von ihnen mussten einen Rückgang um mehr als 30 Prozent hinnehmen.

"Damit können wir bei allen Vorbehalten gegenüber den Zahlen konstatieren, dass es im vierten Quartal nicht zu einer Katastrophe gekommen ist", sagte Kraffel in der KV-Vertreterversammlung. Er geht davon aus, dass kein Stützungsbedarf besteht. Das sei dem Umstand geschuldet, "dass wir mit einem satten Plus alles wegbügeln konnten", so Kraffel. (ami)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »