Ärzte Zeitung App, 07.01.2015

Honorar

Plus von 1,4 Prozent für Hamburger Ärzte

Die Vorgaben der Bundesebene haben der KV der Hansestadt wenig Spielraum gelassen. Eine Zwischenlösung wurde bei Leistungen der Psychosomatik gefunden.

HAMBURG. Die Honorarverhandlungen zwischen KV und Krankenkassen für 2015 in Hamburg sind abgeschlossen. Die Vergütung wird um 1,4 Prozent angehoben, so dass der kalkulatorische Punktwert auf 10,4858 Cent steigt.

Die KV sprach von "unveränderbaren Vorgaben von der Bundesebene", die für ergänzende Verhandlungen in der Hansestadt keinen Raum gelassen hätten.

So waren die Krankenkassen auch nicht bereit, eine extrabudgetäre Bezahlung der Leistungen der Psychosomatik zu vereinbaren. Hierzu war der KV-Vorstand vor einem Jahr von der Vertreterversammlung beauftragt worden.

Allerdings werden die Kassen die Leistungen mit einer Million Euro fördern. Diese Summe soll als floatender Zuschlag auf die Leistungen ausgezahlt werden. Zweidrittel der psychosomatischen Leistungen rechnen Hausärzte, ein Drittel Fachärzte ab. Wie viel von dem Honorarplus schlussendlich bei den Praxisinhabern ankommt, ist nicht zu prognostizieren.

Denn während die Fachärzte einen Aufschlag auf die Pauschale für die fachärztliche Grundvergütung (PFG) sicher bekommen, ist das Plus für die Hausärzte wie berichtet an die Delegation von Leistungen an eine nichtärztliche Praxisassistentin (NÄPA) gekoppelt. Diese Qualifikation haben Medizinische Fachangestellte (MFA) in Hamburg bislang nur in Ausnahmefällen.

Die KV wertete den Honorarabschluss angesichts der starren Vorgaben auf Bundesebene als "im Rahmen der Möglichkeiten befriedigend", konstatierte aber auch, dass die Vergütung insgesamt auf einem zu niedrigen Niveau verharre.

KV-Chef Walter Plassmann will bei den nächsten Verhandlungen einen deutlich höheren Zuwachs einfordern, um einen Ausgleich für die von den Kliniken zusätzlich übernommenen Leistungen zu erhalten. (di)

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