Ärzte Zeitung, 09.03.2015

Abrechnung

Strenge Regeln für Internisten mit Schwerpunkt

BERLIN. Die KBV hat nun noch einmal klargestellt, wann Schwerpunktinternisten die Pauschale zur Förderung der fachärztlichen Grundversorgung (PFG) erhalten. Denn seit Januar dieses Jahres steht die PFG grundsätzlich auch den Fachinternisten mit Schwerpunkt zu.

Sie dürfen - mit wenigen Ausnahmen - dann allerdings innerhalb eines Behandlungsfalls ausschließlich die Grundpauschale abrechnen, so die KBV.

Genauer sind neben der Grundpauschale des internistischen Schwerpunktes lediglich noch der Laborwirtschaftlichkeitsbonus (GOP 32001) sowie Kostenpauschalen für die Erstattung von Porto und Kopien ansetzbar. Jede weitere Leistung führe zum Ausschluss der PFG, mahnt die KBV.

Gleiches gilt laut der Standesvertretung für Berufsausübungsgemeinschaften (BAG), in denen Facharztinternisten mit unterschiedlichen Schwerpunkten tätig sind. Auch dort werde die PFG einmal im Behandlungsfall gezahlt, wenn nur einer der beiden Fachärzte eine internistische Grundversorgerleistung durchführt und ausschließlich die Grundpauschale seines Schwerpunkts abrechnet.

Sobald ein anderer Facharztinternist in derselben BAG für denselben Patienten im Quartal ebenfalls die Grundpauschale oder eine weitere Leistung abrechnet, entfällt nach Angaben der KBV die Pauschale komplett. (reh)

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