Ärzte Zeitung online, 11.05.2015

GOÄ-Reform

BÄK erhält Schützenhilfe vom SPiZ

Die neurologischen, nervenärztlichen und psychiatrischen Berufsverbände stärken der Bundesärztekammer in Sachen GOÄ-Verhandlungen den Rücken.

KÖLN. Der Spitzenverband ZNS (SPiZ) unterstützt die Bundesärztekammer (BÄK) bei den Verhandlungen zur neuen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

"Die mehrfach geübte Fundamentalkritik an der Bundesärztekammer bezüglich ihres Vorgehens im Rahmen der Novellierung der GOÄ und hier insbesondere der Verortung der Leistungen für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten teilen wir nicht", heißt es in einer Erklärung der neurologischen, nervenärztlichen und der psychiatrischen Berufsverbände, die sich im SPiZ zusammengetan haben.

Sie weisen damit die Kritik des Spitzenverbands der Fachärzte Deutschlands (SpiFa) an der BÄK zurück. Nach Einschätzung des SpiFa vereinnahmt die Bundespsychotherapeutenkammer die GOÄ für ihre Klientel "mit stillem Einverständnis der BÄK".

Die Frage, wo die Leistungen der psychologischen Psychotherapeuten gebührentechnisch abgebildet werden, ist nach Ansicht des SPiZ-Vorsitzenden Dr. Frank Bergmann nur von untergeordneter Bedeutung.

Wichtig sei, dass die Kompetenzen klar zur Darstellung kommen. "Letztlich ist nicht die Verortung der Abrechnungsziffern das Entscheidende, sondern die Frage, wer welche Versorgungsleistungen übernimmt", sagt Bergmann.

Gesprächsleistungen aufwerten

Bei der Novellierung der Gebührenordnung sollte der Blick besser darauf gerichtet werden, dass es zu einer Aufwertung der Gesprächsleistungen kommt.

"Aus Sicht des SPiZ besteht die wesentliche Forderung an die neue GOÄ wie auch an den Einheitlichen Bewertungsmaßstab darin, ärztliche Gespräche, insbesondere neurologische und psychiatrische Gesprächsleistungen, aufzuwerten und adäquat abzubilden", heißt es in der Mitteilung. (iss)

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