Ärzte Zeitung online, 20.08.2015

Ärzte-Honorar

Siebenstündige Verhandlung ohne Ergebnis

Es ist ein zähes Ringen zwischen der KBV und dem GKV-Spitzenverband: Die zweite Runde in den Honorarverhandlungen ist ergebnislos verlaufen. Nicht nur am Orientierungswert scheiden sich die Geister.

BERLIN. Die Honorarverhandlungen zwischen Ärzten und Kassen sind am Mittwochnachmittag ohne Ergebnis vertagt worden. Themen waren der Orientierungspunktwert und die Psychotherapeuten-Vergütung.

"Schon die Dauer der Verhandlungen lässt erahnen: Wir haben uns nicht einigen können", sagte KBV-Chef Dr. Andreas Gassen nach der rund siebenstündigen Sitzung.

Die Vorstellungen über die Anpassung des Orientierungspunktwertes lägen noch weit auseinander. Derzeit liegt der Punktwert bei 10,27 Cent.

Nach Angaben Gassens suchen die Verhandlungspartner nach einem Termin in der kommenden Woche. Laut Gesetz sollten die Verhandlungen bis zum 31. August abgeschlossen sein. Danach beginnt der Schlichtungsprozess.

Auch über die Psychotherapeuten-Vergütung konnten sich die Mantelvertragspartner nicht einigen. Es gebe einen Auftrag an den Bewertungsausschuss, die Angemessenheit der Vergütung zu überprüfen, sagte Gassen.

Es sei nicht gelungen, das erforderliche Finanzvolumen in der Höhe zu beziffern und festzulegen, wer dafür aufkommen müsse, so der KBV-Chef. (af)

[20.08.2015, 11:42:15]
Dr. Henning Fischer 
Druckmittel der Kassen: nicht mehr zahlen als vorher

Druckmittel der KBV: NULL

Verhandlungen? Kasperltheater!

Nur nicht so lustig.
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