Ärzte Zeitung online, 02.09.2015

Zi-Praxis-Panel 2014

Überschüsse in Praxen gehen zurück

BERLIN. Die wirtschaftliche Lage der Vertragsärzte hat sich in den ersten drei Jahren dieses Jahrzehnts leicht verschlechtert.

Nach Abzug der Inflationsrate haben sich die Überschüsse in Arztpraxen zwischen 2010 und 2013 um 1,5 Prozent auf 144.900 Euro verringert, meldet das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) unter Berufung auf erste Ergebnisse aus dem Zi-Praxis-Panel (ZiPP) 2014.

Das Zipp basiert auf Zahlen aus 4678 Praxen. Die sinkenden Überschüsse führt das Zi auf einen Schub bei den Praxiskosten um 7,6 Prozent zurück, der von 2010 bis 2013 höher ausfiel als der Zuwachs bei den Umsätzen. Weitere Zahlen zeigten, dass die Ärzte die Investitionen zurückgefahren haben.

Rückläufig waren demnach sowohl die Abschreibungen (- 13,5 Prozent) als auch die Aufwendungen für Leasing und Geräte (- 5,9 Prozent), während die Aufwendungen für Wartung und Instandhaltung von Geräten zulegten (+11,8 Prozent).

Der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen hat angesichts der Ergebnisse vor einer Verschlechterung der Versorgung gewarnt. "Die Ärzte müssen wirtschaftlich in der Lage sein, ihre Praxen zu modernisieren", forderte Gassen. An diesem Grundsatz müssten sich die Kassen orientieren, betonte Gassen unter Verweis auf die laufenden Honorarverhandlungen. (ger)

Einen ausführlichen Bericht zu den Ergebnissen lesen Sie in der Freitag-Ausgabe der Ärzte Zeitung, als App erhältlich bereits ab Donnerstag, 18 Uhr!

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Wie viel Fett und Eisen lastet auf Deutschlands Lebern?

Fettlebern sind hierzulande mittlerweile ein Massenphänomen, und auch die Eisenüberladung der Leber wird häufig festgestellt. Eine Studie der Uni Greifswald liefert jetzt Daten. mehr »

Pfleger lernen als "Robo Cop", wie sich Altern anfühlt

In einem Modellprojekt sollen junge Menschen mit Förderbedarf für die Altenpflege gewonnen werden: Sie erleben im Simulationsanzug das Altern am eigenen Leib und üben die Pflege an lebensgroßen Puppen. mehr »

Ausgaben-Weltmeister bei Zytostatika

Die Ausgaben für onkologische Arzneimittel in der ambulanten Versorgung sind seit dem Jahr 2011 massiv gestiegen und übertreffen deutlich die Kostensteigerungen aller anderen Arzneimittel ohne Rezepturen. Das geht aus dem Barmer-Arzneimittelreport 2017 hervor. mehr »