Ärzte Zeitung online, 04.12.2015

Änderungen bei DMP

Praxen sollten bis Jahresende tätig werden

BERLIN. Zum 1. Januar gibt es gleich bei mehreren Disease-Management-Programmen (DMP) Änderungen in der Dokumentationssoftware. Die KBV rät Ärzten, um Probleme durch die parallele Datenerfassung zweier Quartale - und damit letztlich auch bei der Abrechnung - zu vermeiden, die Dokumentation noch im vierten Quartal abzuschließen.

Beim DMP Diabetes mellitus Typ 2 wartet auf die Praxen hierbei eine Erleichterung: Ab Januar ist die Dokumentation zu den Injektionsstellen nämlich nur noch bei den Patienten erforderlich, die Insulintherapie erhalten. Bei allen anderen Patienten mit Diabetes Typ 2 werde das entsprechende Dokumentationsfeld dann nicht mehr abgefragt.

Etwas mehr Aufmerksamkeit erfordert die Änderung beim DMP Koronare Herzkrankheit. Hier wurde für die Einheit "mmol/l" des Parameters "LDL-Cholesterin" die Wertangabe konkretisiert, berichtet die KBV. Künftig sei dieser Wert in der Dokumentation nur noch mit einer Nachkommastelle gültig. Die KBV empfiehlt Ärzten daher, insbesondere die Ergebnisse von Laboruntersuchungen auf die Nachkommastelle hin zu überprüfen und die Angabe des Cholesterinwertes in der Dokumentation gegebenenfalls anzupassen.

Wichtig ist aber auch, darauf zu achten, wann der jeweilige Software-Anbieter das Update fürs 1. Quartal 2016 aufspielt bzw. ob die Praxis dies selbst steuern kann und damit etwas Zeit im Jahresendstress gewinnt. (reh)

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