Ärzte Zeitung, 18.05.2016

EBM

Quantitativer immunologischer Test soll Früherkennung von Darmkrebs verbessern

BERLIN. Ab Oktober dieses Jahres steht Ärzten ein neues Testverfahren zur Früherkennung von Darmkrebs bei GKV-Patienten zur Verfügung. Die Untersuchung auf okkultes Blut im Stuhl erfolgt dann mit einem quantitativen immunologischen Test, teilt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mit.

Der Gemeinsame Bundesausschuss habe festgelegt, den bislang verwendeten Guajak-basierten Test abzulösen und die Krebsfrüherkennungs-Richtlinie entsprechend zu ändern.

Der Beschluss des GBA sehe weiter vor, dass der Arzt wie bisher den Stuhltest an die Patienten ausgibt. Anders als bisher erfolgt die Auswertung allerdings nicht in der Praxis, sondern im Labor. Die Durchführung des immunologischen Stuhltests dürfen Ärzte vornehmen, die eine Abrechnungsgenehmigung für Leistungen des EBM-Abschnitts 32.3 und für entsprechende laboratoriumsmedizinische Leistungen des Abschnitts 1.7 haben, heißt es.

Die bisherigen Guajak-basierten Tests können der KBV zufolge gemäß Krebsfrüherkennungsrichtlinie über die EBM-Ziffer 01734 "Untersuchung auf Blut im Stuhl" (2,61 Euro) abgerechnet werden. Eine Beratung zur Früherkennung sei mit Versicherten- und Grundpauschalen abgegolten. Patienten, die gesetzlich versichert sind, haben laut aktuellen Regelungen ab dem 50. Lebensjahr Anspruch auf diesen Test.

Ab Oktober dieses Jahres sollen Ärzte für die Darmkrebsfrüherkennung bei Kassenpatienten ab 50 Jahren einen quantitativen immunologischen Test auf okkultes Blut im Stuhl (iFOBT) ausgeben. Über die neue Leistung und die zugehörige EBM-Nr. hat noch der Bewertungsausschuss zu entscheiden, so die KBV auf Nachfrage. Damit die Leistung im Oktober in den EBM aufgenommen werden kann, müsste die Entscheidung bis 30. Juni fallen. Die Prüfung durch das Bundesministerium läuft derzeit. (mh)

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