Ärzte Zeitung, 20.07.2016

Nordrhein

Hausärzte spüren Effekte der neuen RLV

Seit 1. Januar berechnet die KVNo die Hausarzt-RLV nach der aktuellen Fallzahl. Nun zieht sie eine erste Bilanz.

KÖLN. Die Hausärzte in der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNo) spüren die Effekte der neuen Berechnungsmethodik für die Fallwerte. Der Fallwert der Allgemeinmediziner hat sich im ersten Quartal 2016 um 3,7 Prozent auf 40,47 Euro erhöht.

Zum 1. Januar hatte die KVNo die Systematik der Regelleistungsvolumina (RLV) und der qualifikationsgebundenen Zusatzvolumen (QZV) auf die aktuelle Fallzahl des jeweiligen Quartals umgestellt. Damit hatte die Vertreterversammlung auf Wünsche aus der Hausärzteschaft reagiert. Ziel der Umstellung war es, die Versorgungslage im hausärztlichen Versorgungsbereich zu stärken, indem die Hausärzte mehr Flexibilität und Handlungsfreiheit im Praxisalltag erhalten. Bei den Fachärzten ist auch in Zukunft keine entsprechende Umstellung vorgesehen.

Seit Anfang des Jahres erhalten Haus- und Kinderärzte keine RLV-Mitteilung mehr, sondern vor Beginn eines Quartals wird ein sogenannter kalkulatorischer Fallwert bestimmt und auf der KVNoWebsite veröffentlicht. Der bei der Abrechnung auf Basis der aktuellen Fallzahl bestimmte rechnerische Fallwert darf den kalkulatorischen um maximal fünf Prozent unterschreiten. Sinkende Fallzahlen bescheren den Haus- und Kinderärzten seitdem steigende Fallwerte und umgekehrt. Im ersten Quartal ist bei den Hausärzten die Fallzahl um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken, was zu dem höheren Fallwert geführt hat. Umgekehrt war es bei den Kinderärzten. Bei ihnen brachten die um 2,5 Prozent gestiegenen Fallzahlen einen Rückgang des Fallwertes um 25 Cent auf 38,06 Euro.Die meisten QZV der Haus- und der Kinderärzte sind im ersten Quartal gestiegen. (iss)

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