Ärzte Zeitung, 06.10.2016

BDL

Überweisungslabor extrabudgetär vergüten!

MANNHEIM. Der Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL) hat auf der Mitgliederversammlung erneut eine nachhaltige Laborreform gefordert. Zu den Forderungen des Verbands gehören unter anderem die Abschaffung des Wirtschaftlichkeitsbonus', um die frei werdenden Mittel bei Haus- und Fachärzten für qualitätssteigernde Maßnahmen in der Präanalytik zu nutzen.

Außerdem fordern die Laborärzte laut Mitteilung, das Überweisungslabor komplett außerhalb des Budgets zu vergüten, um auch dieKostenträger an der zunehmenden Morbidität aufgrund der demografischen Entwicklung zu beteiligen.

Der in Mannheim wiedergewählte BDL-Vorsitzende Dr. Andreas Bobrowskimit großer Mehrheit sagte, er sehe ein Umdenken in der Honorardiskussion: Entscheidungen zur Laborvergütung würden nicht an ihrem prozentualen Einspareffekt, sondern an ihren strukturellen und versorgungsrelevanten Folgen gemessen.

Das sei auf das im Auftrag des BDL vom Institut für Mikrodaten-Analyse in Kiel erarbeitete Gutachten "Reformoptionen der vertragsärztlichen Labormedizin" zurückzuführen, so Bobrowski. (ger)

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