Ärzte Zeitung online, 21.04.2017

Psychotherapie

20 Prozent mehr Honorar für Gruppentherapien

Der Bewertungsausschuss hat eine Honoraranhebung für Psychotherapeutische Gruppensitzungen um durchschnittlich 20 Prozent beschlossen.

20 Prozent mehr Honorar für Gruppentherapien

Plus 20 Prozent mehr Honorar für Gruppentherapien.

© Simone Fichtl / mauritius images

BERLIN.Die Reform des Psychotherapeutenhonorars geht weiter: Kassenärztliche Bundesvereinigung und GKV-Spitzenverband haben sich jetzt auf neue Tarife für Gruppentherapien geeinigt, die zum 1. Juli in Kraft treten.

Danach "steigt das Honorar für Gruppentherapien im Durchschnitt um etwa 20 Prozent", heißt es in einer Mitteilung der KBV. Sämtliche Gruppenleistungen seien neu bewertet worden. Und: Für jede Gruppengröße – von drei bis neun Teilnehmern – gibt es künftig eine eigene EBM-Bewertung.

Je größer die Gruppen, desto stärker wird das Honorar je Teilnehmer und 100 Minuten Sitzung abgestaffelt: Bei drei Teilnehmern werden künftig rund 88 Euro pro Kopf gezahlt, in der größten Gruppe mit neun Teilnehmern pro Kopf noch 51 Euro.

Eine weitere Neuerung, heißt es, betreffe Kurzzeit-Einzeltherapien. Die werden künftig über sämtliche Therapieverfahren hinweg mit zwei Gebührenordnungspositionen im EBM abgebildet: Eine GOP für die ersten 12 Sitzungen und eine GOP für die darauf folgende 13. bis 24. Sitzung. An der Dotierung dieser Leistung mit 841 Punkten ändert sich jedoch nichts.

Aber auch prinzipiell müssen sich Psychotherapeuten ab Juli mit einer geänderten GOP-Struktur vertraut machen. Die vielen zuletzt beschlossenen EBM-Positionen hätten eine Neustrukturierung des Psychotherapeuten-Kapitels 35.2 erforderlich gemacht, so die KBV. Auch Einzeltherapien, Strukturzuschläge und Testverfahren werden nun auf neue Nummern umgestellt. (cw)

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