Ärzte Zeitung, 27.02.2009

Online-Kontakt zu Behörden unbeliebt

KRONBERG (dpa). Nur etwa jeder sechste Bürger ruft in Deutschland Informationen von Behörden im Internet ab. Damit liegt Deutschland unter 21 Ländern auf dem vorletzten Platz, wie aus einer Untersuchung des Beratungsunternehmens Accenture hervorgeht. Nur in Japan (13 Prozent) waren es weniger als in Deutschland (18 Prozent). Die Deutschen greifen lieber zum Telefon, heißt es in der Studie weiter.

Im Durchschnitt sind es in den untersuchten Ländern 36 Prozent der Menschen, die sich online über die öffentliche Verwaltung informieren oder Angebote einholen. Am weitesten verbreitet ist dieser Weg in Norwegen (56 Prozent) und in Singapur (55 Prozent).

Laut Accenture wurden in der repräsentativen Erhebung in den 21 Ländern 8600 Menschen im Herbst 2008 befragt.Mit Hilfe von elektronischer Mail verkehren mit den Behörden durchschnittlich 22 Prozent. Norwegen liegt hier mit 42 Prozent wiederum vorn, gefolgt von Dänemark (37 Prozent). Deutschland rangiert in dieser Kategorie mit 18 Prozent im letzten Viertel der Länder.Am liebsten benutzen die Deutschen weiterhin das Telefon, um Behörden zu erreichen, wie aus der Studie hervorgeht. Für jeden dritten (31 Prozent) ist es der bevorzugte Weg. Eine mögliche Ursache dafür sei die in Deutschland im internationalen Vergleich gute Erreichbarkeit der Öffentlichen Verwaltung per Telefon. Im vergangenen Jahr konnten 68 Prozent der Bürger Behörden und Ämter "sehr gut bis gut" erreichen. 2006 waren nur 49 Prozent.

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