Ärzte Zeitung, 26.05.2010

Praxisgebühr bei jedem Arztbesuch

Finanzminister Wolfgang Schäuble muss 2011 zehn Milliarden Euro im Bundeshaushalt einsparen. Wo?

Das sagen Arbeitgeber:

Mehr Wettbewerb und mehr Eigenverantwortung sind Stichworte der Reformvorstellungen des Bundesverbands der Deutschen Arbeitgeber (BDA). So solle die Belastungsobergrenze für Versicherte von zwei auf drei Prozent angehoben werden. Zudem schlagen die Arbeitgeber eine Praxisgebühr von fünf Euro je Arztbesuch vor. Insgesamt könnten durch mehr Eigenbeteiligung drei Milliarden Euro gespart werden. Umkrempeln will der Arbeitgeber auch die Klinik-Landschaft: Für Kassen und Krankenhäuser soll Vertragswettbewerb statt Kontrahierungszwang gelten. Fallen sollte auch die Preisbindung für rezeptpflichtige Arzneimittel. Einsparungen dienen dem Ziel, die Gesundheitsprämie finanzierbar zu machen. (fst)

Lesen Sie dazu auch:
Gesucht wird ein Heil- und Kostenplan für die GKV
Erst geben, dann wegnehmen?
Praxisgebühr bei jedem Arztbesuch
Gesundheitsrat sortiert GKV neu
Soli klingt viel besser als Steuer
Bewertungen -   zähes Geschäft
Großes Stück, das Appetit macht
Viele Leistungen sind GKV-fremd
GKV-Ausgaben an BIP koppeln!

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Epidemiologische Kaffeesatzleserei?

Verursacht oder verhindert der Konsum von Kaffee Krankheiten? Die Klärung solcher Fragen zur Ernährung ist methodisch ein richtiges Problem. mehr »

Trotz Budgetierung gute Chancen auf Mehrumsatz

Seit vier Jahren steht das hausärztliche Gespräch als eigene Leistung im EBM (03230) . Immer wieder ist daran herumgeschraubt worden. mehr »

Erstmals bekommt ein Kind zwei Hände verpflanzt

Ein achtjähriger Junge mit einer tragischen Krankheitsgeschichte bekommt zwei neue Hände. Die Op ist ein voller Erfolg: Anderthalb Jahre später kann er schreiben, essen und sich selbstständig anziehen. mehr »