Ärzte Zeitung, 18.08.2011

Die Meinung

Vertrauen und Transparenz

Von Herbert Fromme

Vertrauen und Transparenz

Herbert Fromme ist Wirtschaftsjournalist in Köln.

© privat

Keine Woche vergeht ohne Horrormeldungen über Versicherer und ihre Vertriebe: Seien es Sexorgien auf Kosten der Kunden oder überhöhte Kostensätze.

Dass dies vor allem den Versicherer Ergo trifft, ändert nichts an der Brisanz. Brancheninsider wissen, dass die Vorgänge kaum auf einen Versicherer beschränkt sind.

Wie schützt sich der Kunde dagegen, mehr als branchenüblich über den Tisch gezogen zu werden?

Das Geheimnis sind Transparenz und betriebswirtschaftliches Verständnis auf beiden Seiten.

Der Arzt sollte eine langfristige Zusammenarbeit mit einem Versicherungsmakler aufbauen - und dort auch seine Verträge bündeln.

Der Makler muss Transparenz zeigen und offenlegen, wie viel Provision er für was erhält.

Der Kunde darf sich nicht empören, wenn er erfährt, dass mehrere tausend Euro für eine Lebens- oder Krankenversicherung fällig werden.

Merke: Ein Versicherungsvertreter, der nur für eine Gesellschaft oder einen Vertrieb vermittelt, ist kein Makler.

Die sorgfältige Auswahl erleichtert das Leben für viele Jahre.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

QuaMaDi wird fortgesetzt

Aufatmen im Norden: KV und Kassen haben sich auf den Fortbestand des Brustkrebsfrüherkennungsprogramm QuaMaDi geeinigt. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »