Ärzte Zeitung, 10.10.2011

Immer mehr Haushalte nutzen nur Handys

BERLIN (eb). Immer mehr Haushalte in der EU verzichten auf einen Festnetzanschluss. 27 Prozent der Haushalte besaßen Anfang 2011 ausschließlich ein Handy. Vier Jahre zuvor waren es noch 24 Prozent.

Spitzenreiter ist Tschechien, dort nutzen 81 Prozent der Haushalte ausnahmslos das Handy. Vor vier Jahren waren es noch 64 Prozent. Das gab der Hightech-Verband Bitkom auf Basis aktueller Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat bekannt.

Deutschland dagegen bleibt dem Festnetz treu. Nur 12 Prozent telefonieren ausschließlich mit dem Handy. "Das Handy ist in der EU mittlerweile die am weitesten verbreitete Form des Telefonanschlusses", sagte René Schuster vom BITKOM-Präsidium.

Viele Handy-Haushalte in Osteuropa

Besonders hoch ist der Anteil der Nur-Handy-Haushalte in den mittel- und osteuropäischen Ländern. Ein Grund dafür ist der im Vergleich zu Westeuropa schlechtere Ausbau des Festnetzes.

"Da zudem der Datenverkehr im Mobilfunk dank UMTS und LTE immer schneller wird, setzen immer mehr junge Internet-Nutzer auf einen mobilen Anschluss", so Schuster.

Deutschland am unteren Ende der Rangliste

Deutschland liegt am unteren Ende der EU-Rangliste. Zusätzlich zum gut ausgebauten Festnetz gibt es eine weitere Ursache für die anhaltend hohe Festnetzdichte in Deutschland: die Verbindung der Telefonanschlüsse mit schnellen Internetverbindungen per DSL.

"Telefon, Internetanschluss - und immer häufiger auch der Fernsehanschluss - werden in der Regel preiswert im Paket angeboten", sagte Schuster.

Topics
Schlagworte
Praxis & Wirtschaft (60965)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »