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Deutsche arbeiten länger als früher - vor allem am Wochenende

Länger als 48 Stunden pro Woche - und jeder Vierte ist auch am Wochenende im Dienst. Die Arbeitszeiten der Deutschen sind deutlich gestiegen. Kritiker weisen auf gesundheitliche Risiken hin.

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BERLIN. Die Deutschen arbeiten einem Bericht zufolge nicht nur deutlich länger als noch vor 20 Jahren, sondern auch viel häufiger an Feiertagen, Wochenenden und im Schichtdienst.

So arbeiteten im vergangenen Jahr 1,7 Millionen Menschen länger als 48 Stunden pro Woche, wie die "Passauer Neue Presse" (Freitag) unter Verweis auf das Arbeitsministerium berichtet, das eine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag beantwortet hatte.

Dagegen hätten 1995 nur 1,3 Millionen Menschen diese Wochenarbeitszeit regelmäßig überschritten.

Damals gingen außerdem rund 6 Millionen Beschäftigte gewohnheitsmäßig samstags oder sonntags ihrem Beruf nach, 2015 hingegen schon 8,8 Millionen - und damit jeder vierte Erwerbstätige.

Im Schichtdienst arbeite aktuell jeder Sechste, hieß es weiter: Binnen 20 Jahren sei die Zahl der Schichtarbeiter von 3,8 Millionen auf 5,6 Millionen gestiegen.

Im besagten Zeitraum stieg die Gesamtzahl der Arbeitnehmer dem Bericht zufolge um 2 Millionen auf 32 Millionen. Da die Bevölkerung der Bundesrepublik zwischen 1995 (81,817 Millionen Menschen) und 2015 (82,176) nur geringfügig wuchs, lässt sich eine Zunahme atypischer Arbeitszeiten nicht allein daraus erklären.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) müsse dieser Tendenz und den damit verbundenen gesundheitlichen Risiken einen Riegel vorschieben, sagte Linken-Sozialexpertin Jutta Krellmann der "Passauer Neuen Presse".

Sie forderte Nahles (SPD) auf, "sich in der Debatte um flexible Arbeitszeiten endlich an den Bedürfnissen der Beschäftigten zu orientieren statt nur an denen der Unternehmen". (dpa)

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