Ärzte Zeitung, 29.07.2015

Gelsenkirchen

Arzt angeklagt nach falscher Todesbescheinigung

GELSENKIRCHEN. Weil er eine 92-Jährige fälschlicherweise für tot erklärt hat, muss sich ein Arzt aus Gelsenkirchen wohl vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Essen hat nun nach längeren Ermittlungen Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung erhoben, wie die Behörde am Dienstag mitteilte.

Eine Pflegerin hatte die 92-jährige schwerkranke Frau im März in einem Seniorenheim ohne Puls und ohne Atmung in ihrem Bett gefunden. Der Arzt bescheinigte den Tod der Seniorin.

Die Frau war im Kühlraum des Bestattungsinstituts wieder zu sich gekommen und hatte mit Rufen auf sich aufmerksam gemacht, kam ins Krankenhaus und starb zwei Tage später. Die Ärztekammer Westfalen-Lippe drängt sither auf Verbesserungen bei der Leichenschau. (dpa/maw)

[29.07.2015, 23:23:07]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
ein bischen übertrieben!
zwar spektakulär, aber sie hat sie ja nicht umgebracht und das Krankenhaus war ja wohl auch nicht erfolgreicher als das Pflegeheim, das wird dann sicher mehr an der alten Dame als an der Behandlung gelegen haben. zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »