Ärzte Zeitung, 28.01.2016

Rheinland-Pfalz

Verdachtsfälle auf Arztfehler rückläufig

MAINZ. In Rheinland-Pfalz waren die von Versichertenseite bei der Techniker Krankenkasse (TK) gemeldeten Fälle wegen des Verdachts auf einen ärztlichen Fehler im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Laut TK lag die Zahl mit 157 um nahezu neun Prozent unter dem Wert von 2014 (172 Fälle).

Angesichts der Millionen von Behandlungsfällen in den Arztpraxen und Kliniken handle es sich um eine vergleichsweise geringe Zahl vermuteter Behandlungsfehler, so die TK-Landesvertretung. Zudem bestätigten sich viele Verdachtsfälle schließlich nicht.

Allerdings müsse gleichzeitig auch von einer hohen Dunkelziffer ungemeldeter Fälle ausgegangen werden, da manche Betroffene zum Beispiel nicht wüssten, wohin sie sich wenden könnten.

"Patienten, die annehmen, dass in ihrem Fall ein Behandlungsfehler unterlaufen ist, sollten als erstes mit dem betreffenden Arzt darüber sprechen", empfiehlt TK-Landeschefin Anneliese Bodemar.

Bundesweit sei die Zahl der vermuteten Verdachtsfälle von 2014 auf 2015 um rund 19 Prozent auf 3275 zurückgegangen. Die meisten davon - rund ein Drittel - habe die Kasse im chirurgischen Bereich verzeichnet. (maw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Lebenserwartung wird 90 Jahre übersteigen

Lange zweifelten Experten daran: In manchen Ländern könnte die Lebenserwartung bis 2030 auf 90 Jahre steigen. Auch die Deutschen werden älter. mehr »

Krankheit mit Modellcharakter

Die Entwicklungen bezüglich Mukoviszidose können in vieler Hinsicht ein Beispiel sein für seltene Krankheiten, die eine ähnlich positive Entwicklung noch vor sich haben. mehr »

Versorgung Sterbenskranker blockiert

Unklare Zukunft für die spezialisierte ambulante Palliativversorgung: Weil Verträge europaweit ausgeschrieben werden müssen, herrscht vielerorts Stillstand. mehr »