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Tipps für die Arzthelferin

Interkulturelles Feingefühl antrainieren

Die multikulturelle Gesellschaft in Deutschland bringt Herausforderungen auch für die Arztpraxen. Doch das Team kann sich vorbereiten.

Von Theresia Wölker Veröffentlicht:

Deutschland wandelt sich allmählich zu einer multikulturellen Gesellschaft, die auch Auswirkungen auf die Gesundheitswirtschaft im Allgemeinen und Arztpraxen sowie Krankenhäuser im Speziellen hat.

Das betrifft nicht nur die medial oft dramatisch aufgebauschten Verständigungsschwierigkeiten, die ausländische Ärzte im Arbeitsalltag in Deutschland haben, woraufhin Rheinland-Pfalz zum Beispiel eine verbindliche Sprachprüfung für Mediziner aus dem Ausland eingeführt hat.

Die kulturelle Vielfalt wird auch im Praxisalltag immer deutlicher - oft einhergehend mit großen Herausforderungen für das gesamte Praxisteam - und damit auch die Medizinischen Fachangestellten (MFA).

Es lauern kulturelle Fettnäpfchen

Das Hauptproblem auf beiden Seiten sind dabei nicht unbedingt nur mangelnde Kenntnisse der Sprache des jeweils anderen vor und hinter dem Praxistresen.

Oft lauern auch kulturelle Fettnäpfchen, wenn zum Beispiel männliche Vertreter streng muslimischen Glaubens ein Gespräch mit der MFA ablehnen oder ihr keinerlei Respekt entgegenbringen.

Hier ist von MFA interkulturelles Feingefühl gefragt, da die Praxis für jeden Anspruchsberechtigten offen stehen sollte.

Eine professionelle interkulturelle Schulung des Praxisteams zum Umgang mit Patienten aus unterschiedlichen Kulturen, die mit einem äußerst ausdifferenzierten Verständnis von Krankheit und Gesundheit korrelieren, kann MFA Sicherheit für interkulturelle Herausforderungen in der Praxis geben.

Hilfreich kann es auch sein, ins Praxisteam eine MFA mit Migrationshintergrund aufzunehmen.

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