Ärzte Zeitung online, 17.04.2014

Platz 4 im Ranking

Ausbildung zur MFA bei Mädchen beliebt

Im Ranking der 25 am stärksten besetzten Ausbildungsberufe schafft es die MFA bei jungen Frauen auf Platz vier.

NEU-ISENBURG. Trotz positiver Wirtschaftsentwicklung: Die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist im vergangenen Jahr um 3,7 Prozent auf bundesweit rund 530.700 gesunken. Nicht verschont geblieben von diesem Rückgang sind auch die Freien Berufe, zu denen die Arztpraxen zählen.

Hier wurden 1044 und damit 2,4 Prozent weniger Neuverträge abgeschlossen als noch ein Jahr zuvor. Dennoch bleibt gerade der Beruf der Medizinischen Fachangestellten (MFA) bei den Auszubildenden beliebt, das zeigt der aktuelle Berufsbildungsbericht 2014 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Danach schafft es die Ausbildung zum/r MFA im Jahr 2013 auf Rang vier der 25 am häufigsten von jungen Frauen besetzten Berufe - mit 13.692 Auszubildenden.

Ein Blick in die Daten des Bundesinstituts für Berufsbildung (BiBB), auf denen auch der Bildungsbericht beruht, verrät noch mehr: Auch wenn der Anteil der Männer unter den Azubis zum/r MFA in 2013 mit gerade einmal 183 nur sehr gering ausfällt, schaffen es die MFA auch im Ranking der von beiden Geschlechtern am stärksten besetzten Ausbildungsberufe auf immerhin Platz sieben.

Anzahl der Bewerber nimmt in kleinen Betrieben ab

Spannend ist zudem, welchen Schulabschluss die Bewerber in den Freien Berufen mitbringen. Mehr als die Hälfte (55,7 Prozent) der Azubis mit Neu-Vertrag konnten einen Realschulabschluss vorweisen, 26,1 Prozent sogar eine Studienberechtigung. Allerdings differenziert der Bericht hier nicht nach einzelnen Berufsbildern.

Bemerkbar macht sich zudem ein zunehmender Mangel an Bewerbern. Nach den Ergebnissen des BiBB-Qualifizierungspanels 2013 konnten 40 Prozent der Betriebe (Gesamtbild aller Branchen) ihre angebotenen Ausbildungsstellen teilweise oder vollständig nicht besetzen.

Davon seien besonders kleinere und Kleinstbetriebe betroffen, heißt es im Bildungsbericht. 2011 waren es noch 35 Prozent, 2012 um die 37 Prozent unbesetzter Ausbildungsplätze.

Für 2012 gibt es immerhin auch eine genauere Zahl für den Bereich Öffentlicher Dienst, Gesundheit und Erziehung: Hier blieben 34 Prozent der Ausbildungsplätze unbesetzt.

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