Ärzte Zeitung, 16.03.2016

Mecklenburg-Vorpommern

KV und Barmer installieren Fallmanager

SCHWERIN. KV und Barmer GEK in Mecklenburg-Vorpommern haben einen Vertrag zum Einsatz von Praxisassistenzkräften mit Care-Qualifikation geschlossen.

Ziel ist eine bessere Versorgung vor allem älterer und chronisch kranker Menschen. Die Care-Qualifikation haben aktuell 155 der insgesamt rund 200 nicht-ärztlichen Praxisassistentinnen (NäPa) in Mecklenburg-Vorpommern.

Als Fallmanagerin macht sie sich ein umfassendes Bild von der Situation des chronisch kranken Patienten und koordiniert in Abstimmung mit dem Hausarzt die medizinische Versorgung. Zu ihren Aufgaben gehören ärztlich angeordnete Hilfeleistungen wie etwa das Verabreichen von Injektionen, die Überwachung von Essen und Trinken, das Wundmanagement oder die Dokumentation der Medikamenteneinnahme.

Zugleich fungieren die NäPa mit Care-Qualifikation als Schnittstelle zu anderen Beteiligten wie etwa Therapeuten, Pflegeteams oder Hilfsmittelanbietern. So können sie Patienten auf eine stationäre Aufnahme vorbereiten und nach Klinikaufenthalten pflegerische und therapeutische Maßnahmen koordinieren und die häusliche Umgebung bewerten.

Die NäPa soll auch die Eigenkompetenz der Patienten und Angehörigen stärken. Die Vertragspartner versprechen sich vor allem in dünn besiedelten Gebieten von den Fallmangagerinnen eine bessere medizinische Versorgung und eine Entlastung der Hausärzte. (di)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »