Ärzte Zeitung, 13.06.2013

Leitartikel

Verpflichtende Sprachtests für ausländische Ärzte

Im deutschen Gesundheitswesen arbeiten immer mehr ausländische Ärzte. Mangelnde Sprachkenntnisse führen dabei zunehmend zu Problemen. Der Ruf nach bundesweit verpflichtenden Sprachtests wird lauter. Zu Recht.

Von Christiane Badenberg

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Eine Ärztin mit Kopftuch untersucht ein Kind. Ausländische Ärzte, die Patienten und Kollegen nicht verstehen, sind manchmal durchaus eine Gefahr.

© Zurijeta / shutterstock.com

Die Zahlen machen den Ernst der Lage deutlich. Bei den obligatorischen Sprachprüfungen für ausländische Ärzte in Rheinland-Pfalz fallen 40 Prozent der Kandidaten durch.

Mit steigender Tendenz, wie der Hauptgeschäftsführer der Landesärztekammer, Dr. Jürgen Hoffart, kürzlich erklärte. Der Pädiater war bislang bei fast jeder der etwa 150 Prüfungen dabei, die seit August vergangenen Jahres in Rheinland-Pfalz Pflicht sind.

Allerdings nicht für Ärzte, die vor diesem Zeitpunkt bereits im Bundesland gearbeitet haben. Bei den Prüfungen erschließt sich Hoffart sehr schnell, welche Konsequenzen es haben kann, wenn die Deutschkenntnisse zwar gut genug für eine allgemeine Unterhaltung sind, aber nicht für einen Arzt-Patienten-Kontakt.

"Es kommt vor, dass Blutzucker und Bluthochdruck verwechselt werden", berichtete Hoffart. Oder dass Arztbriefe so unspezifisch formuliert werden, dass der weiterbehandelnde Kollege ratlos bleiben muss.

Vorreiter Rheinland-Pfalz

Problematisch ist, dass Rheinland-Pfalz bislang als einziges Bundesland verpflichtend diese Prüfungen eingeführt hat.

"Die bisherigen Prüfungen haben gezeigt, dass auch Inhaber eines Sprachdiploms der Stufe B2 beziehungsweise C1 oft nicht in der Lage sind, in ausreichendem Maße mit einem Patienten zu kommunizieren", so Hoffarts Fazit. Diese Stufen reichen in den meisten anderen Bundesländern aus, um als Arzt praktizieren zu dürfen.

Und die Ansprüche zum Beispiel für das B2-Level sind hoch...

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[27.06.2013, 11:05:41]
Dr. Thomas Georg Schätzler 
Bei allem Respekt ...
vor Ihrer Person, Herr Waldemar Gutknecht, aber "verpflichtende Sprachtests für ausländische Ärzte" beziehen sich auf fachkundiges Sprechen, Lesen u n d Schreiben.

Ihre Forderung, "Ullas, Röslers und Bahrs aus dem Land vertreiben" ist m. E. beleidigend, diskriminierend und verhetztend. Insbesondere, wenn Sie belegen wollen, "wie man diese Biester aus dem 'Land' verjagen könnte". Dem von Ihnen angeführten Link sind solche Schlussfolgerungen allerdings nicht zu entnehmen. Doch ich erlaube mir zu fragen, wer denn bei
http://file2.npage.de/012547/57/html/ansicht.htm
"Regie" geführt hat?

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund  zum Beitrag »
[26.06.2013, 21:25:22]
Waldemar Gutknecht 
Ausländischen Bewerber auf Arztstellen
Wolfgang Wannoff, wo sind den Deutsche Ärzte verblieben? Weißt du nicht? ich sags dir, die Ullas, Röslers und Bahrs haben mit ihren "Reformen" Deutsche Ärzte aus dem Land vertrieben. Wie man diese blöde Systuation ändern könnte? Ganz einfach, die Ullas, Röslers und Bahrs aus dem Land vertreiben, dann kehren die Deutsche Ärzte ins Land zurück und hier http://file2.npage.de/012547/57/html/ansicht.htm kannst du entnehmen wie man diese Biester aus dem "Land" verjagen könnte
Grüß dich
Zeuys  zum Beitrag »
[14.06.2013, 16:50:16]
Wolfgang Wannoff 
Vorreiterrolle?
Die mangelnde Sprachkompetenz bei vielen ausländischen Bewerbern auf Arztstellen in Deutschland ist absolut unbestritten. Das das Land Rheinland-Pfalz allerdings mit den hier und seit kurzem an vielen Stellen propagierten Qualifizierungs- Prüfungsmaßnahmen eine Vorreiterrolle einnimmt ist wohl eher eine Legende, wenn auch die Maßnahmen selbst begrüßenswert und vernünftig sind.
In diesem Zusammenhang nenne ich die Maßnahmen in Baden-Württemberg die ebenfalls sehr lobenswert sind, wenn auch die Qualität der Durchführung inakzeptabel ist und die gut strukturierten Maßnahmen in NRW. In beiden Bundesländern (NRW bei allen 5 Regierungspräsidien) laufen bereits seit längerer Zeit. Weitere Bundesländer haben ebenfalls unterschiedliche Maßnahmen ergriffen.

Schlecht ist an der ganzen Sache lediglich die föderalismusbedingte heterogene Struktur in Deutschland. Der ausländische Arzt kann sich nur schlecht auf eine Anforderung und Prüfungstruktur vorbereiten. Da er nicht im Vorwege wissen kann wo er letztendlich in Deutschland eine Anstellung erhält. Hier wäre es begrüßenswert wenn die Länder einmal über den Schatten der Föderalismusbarriere springen würden und sich auf eine einheitliche Anforderung einigen könnten.

In diesem Zusammenhang sollte auch einmal erwähnt werden, dass es Kliniken gibt, wie z.B. die MediClin Gruppe die bereits seit vielen Jahren bei der Rekrutierung von Medizinern und Pflegekräften auf eine eigene Qualifizierung setzt und ebenso schon seit Jahren im eigenen Sprachunterricht ein "Medizinisches Sprachmodul" integriert hat, lange bevor wahrscheinlich auch nur ein Politiker oder eine Behörde sich dieser Thematik angenommen hat.

Jedes System ist verbesserungswürdig. Deshalb bin ich selbst, als aktiver Player in diesem System, an einem Dialog mit allen betroffenen interessiert.

Wolfgang Wannoff
ww@panacea4u.de zum Beitrag »

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