Ärzte Zeitung, 10.11.2014

Allgemeinmedizin

Uni Lübeck eröffnet neues Institut

Allgemeinmedizinisches Forschungszentrum rückt auch die Aus-, Weiter- und Fortbildung in den Fokus .

LÜBECK. Nach Kiel hat nun auch die Lübecker Universität ein Institut für Allgemeinmedizin. Die Leitung übernimmt der neu berufene Professor Jost Steinhäuser.

Steinhäuser hat vergangenen Monat eine W-3-Stiftungsprofessur für Allgemeinmedizin in der Hansestadt übernommen. Träger sind die Lübecker Hochschule und die Damp-Stiftung.

Enge Zusammenarbeit mit bestehenden Instituten

Lübeck will mit der neuen Professur ein allgemeinmedizinisches Forschungszentrum mit den Schwerpunkten Versorgungsforschung, Versorgung von chronisch kranken Patienten sowie Aus-, Weiter- und Fortbildungsforschung nach internationalem Vorbild errichten. Es soll eine enge Zusammenarbeit mit den bestehenden Instituten des Zentrums für Bevölkerungsmedizin und Versorgungsforschung, mit dem Universitätsklinikum, den Lehrbeauftragten und den Lehrpraxen geben.

Der 41-jährige Steinhäuser stammt aus Konstanz und war zuletzt als Oberarzt und Koordinator der Verbundweiterbildung plus an der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung des Universitätsklinikums Heidelberg tätig. Für die Lehre am Lübecker Institut für Allgemeinmedizin wird weiterhin der niedergelassene Arzt Professor Jens-Martin Träder verantwortlich sein.

Die Berufung Steinhäusers wurde auch von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig begrüßt. Der Regierungschef forderte in diesem Zusammenhang, Medizinstudenten schon zu Beginn des Studiums für die Allgemeinmedizin zu interessieren. Dafür wurde bis zum Jahresbeginn von Seiten des Landes und der Hochschulen allerdings wenig getan.

Erst Anfang 2014 hatte wie berichtet Professor Hanna Kaduszkiewicz den lange verwaisten Lehrstuhl für Allgemeinmedizin an der Kieler Universität übernommen. An beiden Hochschulstandorten wurde die allgemeinmedizinische Lehre in den vergangenen Jahren hauptsächlich durch das Engagement niedergelassener Ärzte aufrechterhalten. (di)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »