Ärzte Zeitung online, 29.12.2014

Westfalen-Lippe

Famulaturbörse soll Arztberuf schmackhaft machen

Mit 400 Euro monatlicher Förderung wirbt die KV Westfalen-Lippe um ärztlichen Nachwuchs.

DORTMUND. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) verstärkt ihre Bemühungen, dem ärztlichen Nachwuchs eine ambulante Tätigkeit schmackhaft zu machen.

Ab dem kommenden Jahr wird es in Westfalen-Lippe eine Famulaturbörse und eine Famulaturförderung geben, kündigte der KVWL-Vorsitzende Dr. Wolfgang-Axel Dryden auf der Vertreterversammlung in Dortmund an.

Medizinstudierende, die zur Famulatur in eine Hausarztpraxis auf dem Land gehen, erhalten eine Förderung von 400 Euro im Monat. Bei einer Famulatur bei einem fachärztlichen Grundversorger in ländlichen Gebieten gibt es 200 Euro.

"Wir wollen die Kollegen an die Tätigkeit in der Fläche heranführen", erläuterte Dryden. Darüber hinaus wird die KVWL eine Liste mit den Praxen erstellen, die sie als förderungswürdig einstuft. Auf dieser Basis können die KVWL-Mitarbeiter Interessenten gezielt beraten.

 Außerdem wird die Liste auf der Internetseite www.praxisstart.info der KV veröffentlicht.

"Wir werden unseren angehenden Kolleginnen und Kollegen weiterhin gegen Ende des Studiums ein Stipendium im Wahl-Tertial Allgemeinmedizin des Praktischen Jahres anbieten", sagte Dryden.

Gemeinsam mit der Niederlassungsberatung und dem Angebot der Begleitung durch Paten habe die KVWL damit ein breites Portfolio von Unterstützungsmaßnahmen bis zur Niederlassung als Arzt in Westfalen-Lippe. (iss)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »