Ärzte Zeitung online, 13.10.2015

Berufskrankheiten

G7 fokussieren gesünderes Arbeiten

Die G7-Arbeits- und Entwicklungsminister setzen auf den Vision Zero Fonds zur Reduzierung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten.

BERLIN. Auf ihrem zweitägigen Treffen in Berlin haben die Arbeits- und Entwicklungsminister der führenden sieben Wirtschaftsnationen (G7) die Initiative "Action for Fair Production" ins Leben gerufen. Man habe sich laut Abschlusserklärung darauf geeinigt, nachhaltige globale Lieferketten zu fördern und damit für ein gesünderes Arbeiten speziell in Entwicklungsländern zu sorgen.

"Arbeitsbedingungen, die die Umwelt, den Arbeitsschutz und die grundlegenden Prinzipien und Rechte bei der Arbeit sowie andere Menschenrechte gefährden, sind nicht hinnehmbar. Eine unregulierte und unsichere Arbeitsumwelt ist die Ursache für signifikante soziale und wirtschaftliche Verluste", heißt es.

Geschätzte vier Prozent des globalen BIP - 2,8 Billionen US-Dollar - gingen jedes Jahr aufgrund der Kosten für Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten verloren. Jedes Jahr stürben nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation 2,3 Millionen Menschen durch Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten.

Erreicht werden soll das Ziel des gesünderen Arbeitens durch die Schaffung eines von verschiedenen Gebern finanzierten Vision Zero Fonds. "Die Unterstützung aus dem Fonds wird sich auf die Förderung von koordinierten Aktivitäten und von den Akteuren selbst getragenen Verpflichtungen konzentrieren", so die Minister weiter.

Einzuhalten seien dabei unter anderem die Grundsätze der einschlägigen ILO-Arbeitsschutznormen inklusive Präventionsmaßnahmen. (maw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »

"Turbolader einer Zwei-Klassen-Medizin"

Die Einheitsversicherung als Garant für Gerechtigkeit im Versorgungssystem? Aus Sicht von BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery eine fatale Fehleinschätzung. Die "Ärzte Zeitung" dokumentiert Auszüge aus seiner Ärztetags-Eröffnungsrede. mehr »