Sisyphosarbeit

Perfekter Datenschutz nur eine Illusion

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:

Menschliches Versagen ist der größte Unsicherheitsfaktor - das gilt auch und gerade beim Datenschutz im Gesundheitssektor. Jüngste Fälle in Deutschland zeigen datenschutzrechtliche Schwachstellen auf, wenn es um Patientendaten geht.

 Seien es Patientenakten, die unbeaufsichtigt in einem verfallenen Gebäude vor sich hin modern, oder Krankenakten, die auf der Straße von unbeteiligten Dritten gefunden werden: Sich gegen jeden Eventualfall abzusichern, dürfte in der Realität fast unmöglich sein.

Dennoch ist es richtig und wichtig, dass das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht für Kliniken im Freistaat einen neuen Leitfaden aufgelegt hat, der die Krankenhäuser für das Vorgehen bei der Beauftragung externer Dienstleister für Datenverarbeitung und Aktenvernichtung sensibilisiert.

Da keine Klinik in Deutschland einen Imageschaden durch einen laxen Umgang mit Patientendaten erleiden will, werden die Unternehmen nun sicher alles daran setzen, potenzielle Schwachstellen im eigenen Betrieb zu identifizieren.

Dabei geht es auch um Beinahefehler. Werden diese bekannt, kann auch daraus für die Zukunft gelernt werden. Jede von unbefugten Dritten gefundene vertrauliche Patientenakte ist eine zu viel.

Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Weniger Rezidive

Hustenstiller lindert Agitation bei Alzheimer

Lesetipps
Ulrike Elsner

© Rolf Schulten

Interview

vdek-Chefin Elsner: „Es werden munter weiter Lasten auf die GKV verlagert!“

KBV-Chef Dr. Andreas Gassen forderte am Mittwoch beim Gesundheitskongress des Westens unter anderem, die dringend notwendige Entbudgetierung der niedergelassenen Haus- und Fachärzte müsse von einer „intelligenten“ Gebührenordnung flankiert werden.

© WISO/Schmidt-Dominé

Gesundheitskongress des Westens

KBV-Chef Gassen fordert: Vergütungsreform muss die Patienten einbeziehen