EKVK

200 Millionen Bürger haben die EU-Krankenkarte

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BRÜSSEL. Nach den aktuellsten Zahlen für 2013 sind knapp 200 Millionen Europäer bereits im Besitz einer Europäischen Krankenversicherungskarte (EKVK). Wie die Europäische Kommission meldet, sei dies mehr als die Hälfte des versicherten Teils der EU-Bevölkerung.

Die Zahl der EKVK-Inhaber sei 2013 im Vergleich zum Vorjahr damit um acht Millionen (plus vier Prozent) gestiegen. Mit der Karte können EU-Bürger bei Reisen innerhalb der Europäischen Union, in der Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island notwendige ärztliche Behandlungen im öffentlichen Gesundheitssystem in Anspruch nehmen - dies zu den gleichen Bedingungen und Kosten wie Staatsangehörige dieses Landes, berichtet die Europäische Kommission.

Krankenhäuser des öffentlichen Gesundheitssystems sind laut der Kommission verpflichtet, die Karte anzuerkennen. Tatsächlich würden Patienten bei Vorlage der EKVK in der großen Mehrheit der Fälle auch ärztlich versorgt und könnten sich problemlos die Kosten rückerstatten lassen.

Die Kommission räumt jedoch ein, dass es schon Fälle gegeben habe, in denen sie abgewiesen wurden. Dies meist aus Unkenntnis der Gesundheitsdienstleister. Hier will man künftig durch bessere Information der Gesundheitsdienstleister und der Bürger entgegenwirken.

Dazu startet die Europäische Kommission mit Richtung Sommerferien extra einen sogenannten Storyboard-Wettbewerb. Die Idee des Gewinners soll weiter ausgearbeitet und als Videoclip produziert werden, mit dem dann für die EKVK geworben wird. Der Wettbewerb läuft noch bis zum 17. August.

Die Europäische Kommission stellt zudem noch einmal klar, dass die EKVK nicht für eine planmäßige ärztliche Behandlung im Ausland gedacht ist. In diesem Fall werden die Kosten nicht einfach erstattet.Wird die Karte in berechtigtem Fall nicht akzeptiert, sollten sich die Patienten an die zuständige Gesundheitsbehörde des Aufenthaltslandes wenden. (reh)

Infos zum Storyboard-Wettbewerb unter: http://tinyurl.com/lz9nyxa

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