Ärzte Zeitung, 16.09.2014

KV Connect

E-Arztbrief jetzt direkt aus Praxis-EDV versenden

Elektronische Arztbriefe direkt aus der Praxis-EDV zu versenden - die KV Telematik macht's möglich.

BERLIN. Die KBV-Tochtergesellschaft KV Telematik erweitert die Funktionalität ihres verschlüsselten Kommunikationskanals "KV-Connect": Erstmals sollen Ärzte jetzt unmittelbar aus ihren Praxisverwaltungssystemen heraus standardisierte E-Arztbriefe an Kollegen sicher versenden können.

Wie die KV Telematik am Dienstag mitteilte, liefert sie dazu den Herstellern von Praxis-EDV die Spezifikation des E-Arztbriefs für KV-Connect.

Aktuell lassen sich laut Anbieter via KV-Connect außer dem Arztbrief auch die 1-Click-Abrechnung, und die E-Nachricht sicher verschlüsselt bewerkstelligen. Künftig soll auch der Labordatentransfer möglich sein.

Seit 16. September müsse KV-Connect für eine KV-Zertifizierung in das System integriert sein. Fast alle Anbieter von Praxisverwaltungssystemen seien dieser Verpflichtung nachgekommen.

"Höchste Datensicherheit"

Dr. Florian Fuhrmann, Geschäftsführer der KV Telematik GmbH: "Die Vernetzung im Gesundheitswesen unter Wahrung der Datensicherheit ist gerade in vollem Gange. Genau das bietet unser E-Arztbrief den niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten, Ärztenetzen sowie Krankenhäusern."

Für sensible Patientendaten bestehe via KV-Connect, das über den KV-SafeNet-Anschluss läuft, "höchste Datensicherheit".

Der große Vorteil des neuen E-Arztbriefes liege in der Interoperabilität zwischen den verschiedenen Praxisverwaltungssystemen.

Weil KV-Connect eine Zulassungsvoraussetzung für Praxisverwaltungsprogramme darstelle, stehe der E-Arztbrief prinzipiell jedem Arzt zur Verfügung, teilweise auch unentgeltlich, heißt es. (cw)

Topics
Schlagworte
Gesundheitskarte (1299)
Praxis-EDV (3741)
Organisationen
KBV (6400)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Gefälschter Gentest-Befund narrt Ärzte

Auch einem Gentest darf man nicht immer glauben, zumindest nicht dem Papier mit dem Befund. Denn das lässt sich leicht manipulieren. So machte eine Patientin aus "keine Mutation" mal eben "eine Mutation". mehr »

Wenn Kinder zu erwachsenen Patienten werden

Die bessere Vernetzung spezialisierter Zentren ist nur ein Schritt, um junge Patienten mit seltenen Erkrankungen optimal zu behandeln. Zu selten wird noch ein strukturierter Übergang von der Kinder- in die Erwachsenenmedizin bedacht. mehr »

Fasten wird immer beliebter

Noch sind viele im Faschingstaumel. Doch wenn am Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt, sind viele Deutsche bereit, sich sieben Wochen im Verzichten zu üben. Fasten-Favorit ist Alkohol. mehr »