Ärzte Zeitung, 14.02.2011

Bayern startet neues Portal für Telemedizin

MÜNCHEN (eb). Bayern will seine verschiedenen Telemedizin-Initiativen künftig auf einem Internetportal, dem "Telekrankenhaus Bayern" bündeln. Das Portal, zu dem Bayerns Gesundheitsminister Dr. Markus Söder am Montag auf der Tagung "Telemedizin - Strategie Bayern" den Startschuss gab, soll Ärzte flächendeckend informieren und die Versorgung der Patienten im ländlichen Raum stärken.

Dabei werde das Portal als Anlaufstelle für kleinere Krankenhäuser und Arztpraxen konzipiert, die via Telemedizin Expertenmeinungen oder Therapieempfehlungen einholen wollen, meldet das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit. Ärzte würden etwa bei der Schlaganfallversorgung durch das Kompetenzzentrum an geeignete Schwerpunkt-, Maximal- oder Spezialkliniken vermittelt.

[15.02.2011, 17:23:42]
Thomas Gloth 
Lobenswert
Telemedizin ist auf jeden Fall auch im Hinblich auf Kostenersparnis und die Entlastung der Ärzteschaft ein zukunftträchtiges Geschäftsfeld. Allerding war und ist die Koordination der verschiedenen Initiativen ein schwieriges, wenn nicht unmögliche Unterfangen. Zu viele Interesse spielen dabei eine Rolle, und altes Denken behindert auch die Investitionsbereitschaft potenter Geldgeber. Aus eigener fast zweijähriger Erfahrung kann ich sagen, daß alle meine Bemühungen aus Telemedizinansätzen verworfen worden sind. Kunden standen parat, Ärzte wollte telemedizinische Dienstleistungen einführen und Praxen waren in interessiert, da Entlastungen offensichtlich waren. Gescheitert ist alles immer wieder an Klinikleitungen, die überhaupt nicht verstanden haben, welch Potenzial im Markt liegt, oder daß es einer professionellen Vermarktung bedarf. Ich hoffe, daß mit dem Portal in Bayern ein Umdenken stattfindet, habe aber meine Zweifel. zum Beitrag »

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