Direkt zum Inhaltsbereich

Alterungsrückstellungen als pauschale Mitgift

KÖLN (iss). Die Deutsche Bank Research plädiert für ein neues Verfahren für die Mitgabe der Alterungsrückstellungen in der privaten Krankenversicherung (PKV).

Veröffentlicht:

Um Versicherten den Wechsel zwischen PKV-Unternehmen zu erleichtern, sollten Pauschalen gebildet werden, die sich nach dem Alter der Versicherten und der Versicherungsdauer richten, nicht aber nach dem individuellen Risiko, so die Volkswirte. Auf diese Weise ließe sich nach Einschätzung der Wissenschaftler weitgehend verhindern, dass ein Wechsel nur für junge und gesunde Kunden interessant ist. Genau das sei ein Manko der ab 01.01.2009 geltenden Wechselbedingungen in der PKV.

Die beste Methode zur Vermeidung einer Risikoentmischung wäre es zwar, jedem Versicherten seine individuellen Alterungsrückstellungen zuzuordnen. "Um den mitzugebenden Betrag festzulegen, müsste der Gesundheitszustand jedoch objektiv überprüfbar sein. Daran scheitert es (noch)", schreiben die Autoren Dieter Bräuninger und Dörte Heger. Die Ausführungen stützen sich zum Teil auf ein Konzept des Münchener Wirtschaftsforschungs-Instituts ifo.

Um die Pauschale berechnen zu können, müsste ihrer Einschätzung nach die Versicherungsprämie in drei Teile aufgegliedert werden: einen zur Abdeckung der kurzfristig zu erwartenden Gesundheitskosten, einen für die prognostizierten Gesundheitskosten bis zum Versicherungsende und einen Rententeil, mit dem zu starke Prämienerhöhungen im Alter vermieden werden.

"Die theoretische Eleganz solcher Modelle ist höher als die praktische Verwertbarkeit", sagt dazu Christian Weber, zweiter stellvertretender PKV-Verbandsdirektor. Wie viele andere Vorschläge zur Mitgabe der Alterungsrückstellungen sei auch dieser nur für Neukunden umsetzbar.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wie können Ärztinnen und Ärzte das neue Altersvorsorgedepot für den Ruhestand nutzen, Herr Pfingsten?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deutscher Apotheker- und Ärztebank (apoBank)

Geldtipp-Podcast Pferdchen trifft Fuchs

Warum das Altersvorsorgedepot ein Quantensprung ist

Depots resilienter aufstellen

Aktienmarkt: Breite Streuung gegen gestörte Lieferketten

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Logo vom ÄrzteTag extra der Ärzte Zeitung mit dem Porträt des Podcast-Gesprächspartners Reinhard Pfingsten von der apoBank

© apoBank

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wie können Ärztinnen und Ärzte das neue Altersvorsorgedepot für den Ruhestand nutzen, Herr Pfingsten?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deutscher Apotheker- und Ärztebank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Übersicht

Impfungen gegen Atemwegserreger: Das sind die aktuellen Empfehlungen

Lesetipps
Cannabis-Blatt

© yellowj / stock.adobe.com

Cannabis

Cannabinoide bei Schmerzen: Wann einsetzen, wie dosieren?

Thermostatisches Heizkörperventil, das die Raumtemperatur zur Energieeinsparung regelt.

© MPfoto71 / CHROMORANGE / picture alliance

Start des Gebäudemodernisierungsgesetzes

Heizungstausch geplant? Diese neuen Regelungen kommen auf Eigentümer zu

Steve Roczen und MFA-Auszubildender

© Zentrum Familienmedizin GbR

Porträt

Steve Roczen: Darum ist der MFA-Beruf für Männer interessant