Ärzte Zeitung, 09.02.2009

Finanzberater haftet für utopische Renditeversprechen

NEU-ISENBURG (reh). Bietet ein professioneller Finanzberater seinem Kunden eine Anlage an, die wirtschaftlich unmöglich ist, haftet er für den Schaden des Anlegers - und zwar auch für den Zinsausfall des eingesetzten Kapitals. Das entschied das Landgericht (LG) Coburg.

Im verhandelten Fall hatte ein Finanzfachmann einem langjährigen Kunden die Vermittlung eines "bank-to-bank-Geschäfts" angeboten. Bei 100-prozentiger Absicherung der Kapitaleinlage versprach er Renditen von 100 Prozent in 40 Wochen oder 350 Prozent in zwei Jahren.

Dem Finanzberater hätte bekannt sein müssen, dass solche Renditen allenfalls durch hoch spekulative Geschäfte zu erwirtschaften seien, so die Richter. Daher habe er den Kläger so zu stellen, wie er ohne die Geldanlage stünde. Das heißt: Rückzahlung der Vermittlungsprämie und Erstattung anderweitig möglicher Anlagezinsen in Höhe klassischer Anlagezinsen von fünf Prozent.

Az.: 21 O 135/08

Topics
Schlagworte
Finanzen/Steuern (10322)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »