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Viele Ärzte bangen um ihre Renten

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Nie zuvor waren Anleger so verunsichert wie heute. Die "Ärzte Zeitung" hat nachgehakt und gefragt: Wie gut fühlen sich Ärzte fürs Alter abgesichert und wem vertrauen sie noch?

Mit ihrer Umfrage "Altersvorsorge in der Finanzkrise" hat die "Ärzte Zeitung" ein Thema angesprochen, das viele Leser - niedergelassene Praxischefs ebenso wie angestellte Klinikärzte - aktuell sehr beschäftigt. Jeder vierte, so das erste Ergebnis unserer Umfrage, hat fünfstellige Beträge oder mehr verloren. (wir berichteten).

Die Unsicherheit ist groß. Das ist ein weiteres wichtiges Ergebnis der Umfrage: 37 Prozent der Umfrageteilnehmer fühlen sich fürs Alter nicht mehr richtig abgesichert, 28 Prozent sind unentschieden und nur ein Drittel findet: Es ist genügend vorgesorgt. Das Auf und Ab an der Börse, die sinkenden Zinsen und die Erkenntnis, dass selbst große Banken wie Lehman Brothers untergehen können, haben das Vertrauen auch in eine kapitalgedeckte Altersvorsorge offenbar untergraben, auch wenn es von Lebensversicherungen und berufsständischen Versorgungswerken bisher keine Hiobsbotschaften gegeben hat.

Zu dieser gefühlten Unsicherheit passt auch, dass viele Umfrageteilnehmer qualitativ gute Informationen für die Altersvorsorge vermissen. Jeder zweite Umfrageteilnehmer kreuzte an: Es gibt keine wirklich verlässlichen Informationsquellen zu diesem Thema. Knapp jeder dritte vertraut seinem Steuerberater, und etwas mehr sehen gute Informationen über das Thema in erster Linie in den Medien.

Dagegen sieht nur jeweils jeder zehnte Verbände oder Versicherungen als Quelle für gute Informationen zum Thema Altersvorsorge an. Die Versicherungsbranche hat damit bei ihren potenziellen Kunden offenbar ein Glaubwürdigkeitsproblem, das möglicherweise durch zu hohe Renditeversprechungen verursacht worden ist. Auf andere, "sonstige" Informanten - also auch Bankinstitute - stützen sich 26 Prozent.

Ärzte sind nicht allein mit ihren Sorgen rund ums Geld. Banken haben durch die Finanzkrise massiv an Ansehen verloren. Eine Befragung der Universität Münster bestätigt das. Danach waren im November 2007 noch die Bankkonditionen das wichtigste Auswahlkriterium bei der Anlageentscheidung, ein Jahr später - mitten in der Finanzkrise im November 2008 - die Sicherheit des Geldinstituts an erster Stelle. Fast 52 Prozent der Befragten stufen die Sicherheit in die höchste Wichtigkeitskategorie ein.(ava/ger)

Alle Folgen: Umfrage "Altersvorsorge in der Finanzkrise"

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